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Preisträger

2011 

Preisträger 2011
Daniela Kiewning und Holger Hoffmann

Daniela Kiewning

„Untersuchung des allergenen Potentials bei Apfelfrüchten“

In ihrer Arbeit für die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn beschäftigte sich die Ernährungswissenschaftlerin mit:

  • der Bewertung des allergenen Potentials von Äpfeln in Abhängigkeit der Sorte, der Lagerart, der Lagerdauer sowie Nacherntebehandlungen
  • der Untersuchung des Vorkommens des in Nord- und Mitteleuropa relevanten Apfelallergens, Mal d 1 in 7 unterschiedlichen Apfelsorten
  • der Sortenabhängigkeit des allergenen Potentials bei Äpfeln
  • der Reduzierung des allergenen Potential durch kurze Lagerzeiten sowie eine Nacherntebehandlung (mit 1-MCP)

Bei einer Apfelallergie handelt es sich um eine Nahrungsmittelallergie, bei der ähnliche allergieauslösende Proteine in Birkenpollen und Apfelfrüchten vorkommen. Von einer Apfelallergie sind aktuell ca. 2 Prozent der Bevölkerung betroffen, Tendenz steigend.

Relevanz für Gartenbau:
Die Erkenntnisse des allergenen Potentials verschiedener Apfelsorten ermöglichen die gezielte Züchtung eines allergenarmen Apfels. Die Produzenten/Erzeuger können durch die Lagerart, die Lagerdauer sowie eine Nacherntebehandlung das allergene Potential gut steuern.
Die in der Arbeit genannten Methoden erlauben die gezielte Vermarktung von „allergiearmen“ Äpfeln und damit die Vermarktung eines hochwertigen Produktes besonders an unter Allergien leidende Verbraucher.

Holger Hoffmann

„Energetische Standortbewertung und Optimierung von Energiestrategien hochintensiver Pflanzenproduktion in Gewächshäusern“

In seiner Arbeit für die Leipniz Universität Hannover arbeitete der Gartenbauwissenschaftler an einer

  • Bewertung der Standorte unter Berücksichtigung der sich wandelnden Klimabedingungen
  • regionalen Analyse der Veränderungen des Energiebedarfs im Jahresverlauf
  • Modellentwicklung des zukünftigen Energiebedarfs zur Optimierung der betrieblichen Energiestrategien im geschützten Anbau
  • die Modelle berücksichtigen typische Betriebsstrukturen in Deutschland sowie die relevanten Klimafaktoren wie z. B. Lufttemperatur, Globalstrahlung und Wind. Auf Basis der regional unterschiedlichen klimatischen Werte ist eine Prognose für die zukünftige Entwicklung des regionalen Energiebedarfs deutscher Gewächshäuser möglich.


Relevanz für Gartenbau:

Der Energieaufwand in Gewächshäusern macht einen Großteil der Betriebskosten hochintensiver Pflanzenproduktionen aus. Energiekosten steigen kontinuierlich und beeinflussen immer stärker den Erfolg eines gartenbaulichen Produktionsbetriebes.
So dient die Identifizierung und Prognose des regional unterschiedlichen Energiebedarfs der Planungssicherheit und ermöglicht eine langfristig effiziente Betriebsplanung (ökologisch und ökonomisch).
 

2010

Preisträger 2010
Viola Müller, Burkhard Kautz, Heiderose Hoja

Preisgelder kommen weiterführenden Forschungsprojekten zu Gute


Die Preisträger des Landgard Grow Award haben ihre Preisgelder in weiterführende Forschungsarbeiten investiert und somit die Gelder im Sinne der Stiftungsabsicht des Grow Awards verwendet. 
Burkard Kautz, der den Preis für die Untersuchung der Auswirkung  von Hitzestress auf Trockenzwiebeln erhielt, weitete dieses Thema im Rahmen seiner Doktorarbeit aus. Schwerpunktmäßig beschäftigte er sich mit Salzstress an Zitrus- und Tomatenpflanzen sowie mit Trockenstress bei Apfelsämlingen. Das Fördergeld wurde für die Anschaffung von Pflanzenmaterial und zwei automatischen Bewässerungssystemen eingesetzt.
Viola Müller, die mit dem Grow Award für ihre Forschungen über die Wuchsleistung von Stevia und deren Ertragsoptimierung  ausgezeichnet wurde, arbeitet nun ebenfalls an ihrer Promotionsarbeit. Dabei widmet sie sich einer weiteren Nutzpflanze mit viel Potenzial. Sie untersucht den Einfluss von Umweltfaktoren auf den Wirkstoffgehalt der Arzneipflanze Centella asiatica. Durch das Preisgeld ist sie in der Lage, die Untersuchung bezüglich des Wirkstoffspektrums auszuweiten und dabei eine kostenintensive Analytik einzusetzen, außerdem ist es ihr möglich, Anbauversuche mit mehreren Arzneipflanzen durchzuführen.
Die dritte Preisträgerin, Heiderose Hoja, setzt das Preisgeld für die Fortführung der Versuche im Rahmen ihres Studiums und ihrer Masterarbeit ein. Sie beschäftigt sich weiter mit dem Projekt der Lasertechnologie zur Markierung  gartenbaulicher Produkte, dies soll der Produktsicherheit und Wiedererkennung von Sorten zu Gute kommen. Für ihre Forschung benötigt sie umfangreiche Versuchsmaterialien, um feststellen zu können, ob die Pflanzen die Lasermarkierung ohne Schwächung und weitere Schäden überstehen und ihre Bewurzelungsfähigkeit behalten.

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Vorstand: Henning Schmidt

 

Informationsflyer
Grow Award